Gefährlicher Chemikalien-Lkw auf A2 gestoppt: Polizei entdeckt schwere Sicherheitsmängel
Jana HerrmannGefährlicher Chemikalien-Lkw auf A2 gestoppt: Polizei entdeckt schwere Sicherheitsmängel
Ein Lkw mit gefährlichen Chemikalien wurde auf der Autobahn A2 bei Vlotho gestoppt, nachdem Autofahrer sein auffälliges Fahrverhalten gemeldet hatten. Das Fahrzeug fuhr ohne funktionierende Beleuchtung und hatte die Warnblinkanlage eingeschaltet, während es in Richtung Hannover unterwegs war. Später stellte die Polizei mehrere Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften fest, darunter unzureichend gesicherte Ladung und fehlende Warntafeln.
Der Vorfall begann, als Verkehrsteilnehmer einen Lastwagen ohne Licht auf der A2 meldeten. Eine Streife der Autobahnpolizei Herford entdeckte den Lkw und wies ihn an der Ausfahrt Vlotho-West von der Autobahn. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass ein Fass mit Natriumfluorid im Anhänger umgekippt war.
Am Fahrzeug fehlte die vorgeschriebene Gefahrgutkennzeichnung, zudem waren die Rückleuchten defekt. Die Behörden sperrten umgehend einen 50-Meter-Bereich um den Lkw ab und alarmierten die Feuerwehr. Sowohl der Fahrer als auch ein Polizeibeamter wurden vorsorglich dekontaminiert.
Die Feuerwehrkräfte umfüllten den Inhalt des beschädigten Fasses in einen sicheren Auffangbehälter, um Austritte zu verhindern. Die Ermittler bestätigten mindestens vier Verstöße gegen die Transportvorschriften für gefährliche Güter. Der Lkw wurde als nicht verkehrssicher eingestuft und durfte seine Fahrt nicht fortsetzen. Die Bielefelder Polizei wird nun die digitalen Fahrtschreiberdaten des Fahrzeugs auf weitere Verstöße prüfen.
Der Lkw bleibt bis zum Abschluss der Ermittlungen stillgelegt. Die Feuerwehr hat den Chemikalienaustritt unter Kontrolle gebracht, Verletzte gab es nicht. Die Polizei prüft den Fall nun auf weitere rechtliche Konsequenzen wegen der festgestellten Sicherheitsmängel.






