Gedenkmarsch in Munster ehrt gefallene Kunduz-Soldaten der Bundeswehr
Jana HerrmannGedenkmarsch in Munster ehrt gefallene Kunduz-Soldaten der Bundeswehr
Gedenkmarsch in Munster für gefallene Soldaten von Kunduz
Am Samstag fand in Munster ein Gedenkmarsch statt, um der deutschen Soldaten zu gedenken, die 2010 in einem Gefecht in Kunduz ihr Leben verloren. Die als 14K3-Marsch bekannte Veranstaltung erinnert an die drei gefallenen Kameraden und die größere Militäroperation gegen die Taliban. Rund 30 Teilnehmer versammelten sich in diesem Jahr, entschlossen, das Andenken an den Einsatz wachzuhalten.
Der Marsch markiert die Schlacht vom 2. April 2010 in Kunduz, bei der drei deutsche Soldaten starben und acht verletzt wurden. Es bleibt der verlustreichste Einsatz der Bundeswehr in der jüngeren Geschichte. Der Name 14K3 spiegelt seinen Ursprung wider: „14“ für die 14 Jahre seit dem Ereignis, „K“ für das Karfreitagsgefecht und „3“ für die gefallenen Soldaten.
Die Veranstaltung begann 2020 auf Initiative eines Offiziers und hat sich seitdem bundesweit ausgeweitet. Heute organisiert Hauptfeldwebel Friedrich Grahl den Marsch in Munster. Sein Ziel ist es, die Teilnehmerzahl von derzeit 30 auf 300 bis 500 in den kommenden Jahren zu steigern – besonders an einem so bedeutenden Ort wie Munster.
Einige Teilnehmer kritisierten die lokalen Behörden, weil diese Hürden aufbauten, darunter die Verweigerung einer Schweigeminute vor dem Rathaus. Dennoch bleibt Grahl darauf fokussiert, eine größere öffentliche und politische Anerkennung für die Soldaten und ihre Angehörigen zu erreichen.
Der Marsch dient als Mahnmal für die Opfer von Kunduz und die anhaltende Rolle der Soldaten in der Gesellschaft. Grahls Vision ist es, die Veranstaltung auszubauen, um eine breitere Würdigung der Mission zu bewirken. Bis dahin ehrt die kleine, aber entschlossene Gruppe ihre Kameraden Jahr für Jahr weiter.






