Friedliche kurdische Großdemonstration in Hagen mit klarem politischem Appell
Tobias ZimmermannFriedliche kurdische Großdemonstration in Hagen mit klarem politischem Appell
Rund 2.500 Menschen versammelten sich am 22. Januar im Hagener Stadtzentrum zu einer kurdischen Kundgebung. Die unter dem Motto der Ablehnung der Konflikte in der Türkei und Syrien stehende Veranstaltung war zuvor offiziell angemeldet und genehmigt worden. Die Polizei berichtete von einer weitgehend friedlichen Demonstration, obwohl es vereinzelt zu kleineren Zwischenfällen kam.
Im Mittelpunkt der Kundgebung stand ein Appell an die EU und europäische Regierungen, gegen den anhaltenden Krieg in der Türkei und das IS-Regime in Syrien vorzugehen. Die Teilnehmenden zogen durch die Innenstadt, wobei die Organisatoren eng mit den lokalen Behörden zusammenarbeiteten, um für Sicherheit zu sorgen.
Die Hagener Polizei war mit einem starken Aufgebot vor Ort, darunter auch Bereitschaftspolizeieinheiten, um die Veranstaltung zu überwachen. Umfassende Verkehrsregelungen führten zu einigen Behinderungen im Umfeld. Gegen Abend bestätigten die Beamten, dass die Demonstration gegen 19 Uhr ohne größere Störungen beendet worden war. Drei Personen mussten sich wegen des Zeigens von in Deutschland verbotenen Flaggen strafrechtlich verantworten. Zudem wurde bei einem Teilnehmer verbotene Quarzsandhandschuhe gefunden, die bei öffentlichen Versammlungen nicht erlaubt sind. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen dieses Verstoßes ein. Polizeichef Stefan Boese bezeichnete den Einsatz später als erfolgreich und lobte die gute Abstimmung zwischen den Organisatoren und den Sicherheitskräften.
Die Kundgebung verlief ohne schwerwiegende Vorfälle, wenn auch kleinere Verstöße zu rechtlichen Konsequenzen führten. Die Behörden betonten die Bedeutung der Einhaltung des Versammlungsrechts bei öffentlichen Demonstrationen. Die Veranstaltung zählte zu den größten ihrer Art in Hagen in den letzten Monaten.
