Frankfurts Papageno-Theater kämpft um sein Überleben wegen Dachschäden
Hannah PetersFrankfurts Papageno-Theater kämpft um sein Überleben wegen Dachschäden
Frankfurts geliebtes Papageno Musiktheater droht wegen schwerer Dachschäden zu schließen
Das markante Gebäude mit seiner charakteristischen Bogenkonstruktion, eine Institution in der Frankfurter Kulturszene, benötigt dringend Reparaturen in Höhe von bis zu 350.000 Euro. Ohne schnelles Handeln stehen die Zukunft des Theaters und seine 280 jährlichen Aufführungen auf dem Spiel.
1997 von Hans-Dieter Maienschein und seiner Frau Renate gegründet, begann das Theater im ehemaligen Volkshochschulgebäude Frankfurts. Noch im selben Jahr zog es in den Siesmayer-Saal im Palmengarten um, wo es mit 199 Plätzen eine feste Spielstätte für Musik- und Opernliebhaber wurde.
Als private Einrichtung ist das Theater auf den Verein Papageno Musiktheater e.V. sowie Spenden und öffentliche Fördergelder angewiesen. Die Stadt Frankfurt hat in der Vergangenheit bereits Modernisierungen unterstützt, etwa die Installation einer neuen Klimaanlage. Doch die aktuelle Krise erfordert weitaus umfangreichere Maßnahmen.
Der Zustand des Daches hat ein kritisches Stadium erreicht. Weitere Verzögerungen könnten zu schweren Bauschäden, explodierenden Reparaturkosten und abgesagten Vorstellungen führen. Als Reaktion hat die CDU einen Eilantrag eingereicht, in dem die Stadt aufgefordert wird, unvorhergesehene Mittel nach der Hessischen Gemeindeordnung bereitzustellen. Ziel ist es, die finanzielle Hilfe zu beschleunigen, bevor die Lage unumkehrbar wird.
Mit fast 60.000 Besuchern pro Jahr ist das Theater ein unverzichtbarer Teil der Frankfurter Kunstszene. Werden die Reparaturen nicht zeitnah durchgeführt, könnten steigende Kosten und Sicherheitsbedenken die Schließung erzwingen. Die nächsten Schritte der Stadt werden entscheiden, ob dieser kulturelle Leuchtturm überlebt – oder für immer seine Pforten schließen muss.
