09 June 2026, 22:09

Forschungsprojekt ZEROES will CO₂-Emissionen im Bauwesen revolutionieren

Kohlenstoffdioxid-Emissionen reduzieren mit klimapositiven Baustoffen

Forschungsprojekt ZEROES will CO₂-Emissionen im Bauwesen revolutionieren

Neues Forschungsprojekt zielt darauf ab, CO₂-Emissionen bei der Herstellung mineralischer Baustoffe zu senken

Das am 3. Juli 2024 gestartete Projekt ZEROES setzt auf das Recycling von Baurestmassen und die Integration von Carbonaten in Beton sowie Kalksandsteine. Sein Ziel ist es, das Bauwesen nachhaltiger zu gestalten – durch die Wiederverwendung von Materialien und die Verringerung des Bedarfs an herkömmlichen Bindemitteln.

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Die Bauindustrie gehört zu den größten Verursachern von CO₂-Emissionen, vor allem wegen des energieintensiven Herstellungsprozesses mineralischer Bindemittel wie Zement. Beton, der weltweit meistgenutzte Baustoff, ist auf Zement angewiesen, während auch Kalksandsteine erhebliche Ressourcen erfordern. Jährlich werden rund 40 Milliarden Tonnen Sand und Kies für diese Materialien verbraucht.

Das ZEROES-Projekt verfolgt einen anderen Ansatz: Sämtliche mineralischen Rohstoffe stammen aus recycelten Bauabfällen. Statt klassischer Bindemittel erforscht es den Einsatz von Carbonaten – gewonnen durch die thermochemische Umwandlung von Biomasse – als Alternative. Eine zentrale Methode sieht vor, CO₂ direkt in die Herstellung von Kalksandsteinen einzubinden.

Geleitet wird das Vorhaben vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, das mit den Partnern Betonwerk Büscher und Rohstoffbauwerke zusammenarbeitet. Das Team testet, wie Carbonate als Bindemittel oder Füllstoffe in Beton und Kalksandsteinen funktionieren. Der offizielle Start erfolgte in der Einrichtung des Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen.

Bei Erfolg könnte ZEROES den CO₂-Fußabdruck mineralischer Baustoffe deutlich verringern. Durch den Einsatz von Recyclingmaterialien und biomassbasierten Carbonaten bietet das Projekt eine praxistaugliche Lösung zur Emissionsreduktion. Die Erkenntnisse könnten zudem künftige Standards für nachhaltiges Bauen prägen.

Quelle