13 March 2026, 18:08

Ford Deutschland setzt auf freiwillige Abgänge statt Zwangsentlassungen

Ein Plakat mit einem Auto und Text, der einen Steuerrabatt von bis zu 7.500 USD für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektrofahrzeugs in 2023 ankündigt.

Der Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford Deutschland setzt auf freiwillige Abgänge statt Zwangsentlassungen

Ford Deutschland vermeidet Zwangsentlassungen nach Erreichen der Personalabbauziele durch freiwillige Abgänge und Versetzungen

Der Autokonzern hat seine geplanten Stellenstreichungen von 2.900 Arbeitsplätzen im Rahmen eines Sparprogramms ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt. Stattdessen verließen rund 2.100 Mitarbeiter das Unternehmen freiwillig, während weitere 800 Stellen an externe Investoren übertragen wurden. Der Schritt folgt auf schwächere als erwartete Absatzzahlen bei Elektrofahrzeugen und den Druck, wieder profitabel zu arbeiten.

Die Umstrukturierung hatte Ford bereits im vergangenen Sommer eingeleitet, als der Konzern den Abbau von 2.900 Jobs an seinem deutschen Standort ankündigte. Durch die freiwilligen Abgänge und die externen Übernahmen konnten Zwangsentlassungen vermieden werden.

Starker Stellenabbau im Kölner Werk Anfang dieses Jahres strich Ford am Standort Köln fast 1.000 Produktionsjobs – eine direkte Folge nachlassender Nachfrage nach Elektroautos. Die Umstellung von zwei auf eine Schicht reduzierte die Belegschaft auf etwa 9.000 Beschäftigte, nach rund 10.500 zu Jahresbeginn 2024 und noch 18.000 im Jahr 2019.

Während Ford keine aktuellen Produktionszahlen für seine Elektromodelle veröffentlicht, expandieren andere deutsche Hersteller. So nahm MAN – eine Tochter der TRATON GROUP – im Juni 2025 am Standort München die Serienfertigung von batterieelektrischen Lkw auf. Diesel- und E-Modelle laufen seitdem am selben Band vom Band.

Mit den Personalanpassungen hat Ford sein Sparprogramm vorerst abgeschlossen. Das Kölner Werk arbeitet nun mit einer schlankeren Belegschaft, die der gesunkenen Nachfrage nach den Elektrofahrzeugen des Konzerns Rechnung trägt. Gleichzeitig bauen andere Automobilhersteller in Deutschland ihre E-Mobilitätsproduktion weiter aus.

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