29 March 2026, 14:09

Europa und USA rüsten massiv auf – Rheinmetall profitiert vom Rüstungsboom

Tortendiagramm, das den globalen Kunststoffmarkt im Jahr 2017 zeigt, mit Abschnitten, die verschiedene Branchen und ihre jeweiligen Wachstumsprozentsätze darstellen.

Europa und USA rüsten massiv auf – Rheinmetall profitiert vom Rüstungsboom

Militärausgaben steigen in Europa und den USA stark an

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Rüstungsausgaben klettern in Europa und den USA rasant. Der deutsche Verteidigungshaushalt ist seit 2015 um 89 Prozent gestiegen und erreicht 2025 ein Volumen von 88,5 Milliarden US-Dollar. Die USA planen unterdessen für 2026 Ausgaben in Höhe von fast einer Billion US-Dollar – mit weiteren Steigerungen, wie sie im Haushaltsentwurf von Präsident Trump vorgesehen sind.

Allein Deutschlands Militärbudget ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Für 2026 beläuft es sich auf 129 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 45 Prozent gegenüber 2025. Die Bundesregierung strebt an, diese Summe bis 2030 auf 180 Milliarden US-Dollar zu verdoppeln – ein Zeichen für die breite Aufrüstungswelle in Europa.

Rheinmetall profitiert von der Rüstungsnachfrage

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat sein Geschäft parallel zu diesen Haushaltssteigerungen stark ausgebaut. Zwischen 2023 und 2025 stieg der Umsatz im Schnitt um 30 Prozent pro Jahr. Noch schneller wuchs der Auftragsbestand – jährlich um 45 Prozent –, während die operative Marge auf 15,5 Prozent kletterte. Der Erfolg des Unternehmens speist sich unter anderem aus der hohen Nachfrage nach modernster Militärtechnik, etwa dem Kampfpanzer Panther KF51, der mit Anti-Drohnen-Technologie ausgestattet ist, die bei Konkurrenzmodellen fehlt.

Rheinmetall hat zudem in ganz Europa Aufträge an Land gezogen. 2023 sicherte sich das Unternehmen einen US-Vertrag für seinen Schützenpanzer Lynx, der jährlich bis zu zwei Milliarden US-Dollar einbringen könnte. Seither folgten Abkommen mit Spanien, Italien, Rumänien, Bulgarien und Lettland. Dazu gehören ein Joint Venture mit dem italienischen Rüstungskonzern Leonardo für Panzer und Kampffahrzeuge, eine neue Munitionsfabrik in Bulgarien sowie ein geplantes Werk in Lettland. Am 27. März 2026 unterzeichnete Rheinmetall eine Absichtserklärung mit der spanischen Indra Group zur Entwicklung von Militärausrüstung für Fahrzeuge.

USA treiben Rüstungsausgaben auf Rekordniveau

Auch in den USA steigen die Verteidigungsausgaben kontinuierlich. Der Haushalt für 2026 liegt bei knapp einer Billion US-Dollar, wobei Präsident Trump für 2027 eine weitere Erhöhung auf 1,5 Billionen US-Dollar vorschlägt. Davon profitieren große Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin, die in den vergangenen fünf Jahren ein jährliches Wachstum von 16,2 Prozent verzeichneten.

Während Deutschlands Verteidigungsetat 2026 auf 129 Milliarden US-Dollar steigt – mit dem Ziel der Verdopplung bis 2030 –, sichert sich Rheinmetall mit expandierenden Aufträgen und technologischem Vorsprung eine starke Position für weiteres Wachstum. In den USA sorgt das Rekordniveau der Militärausgaben dafür, dass die Nachfrage nach Rüstungsgütern bei Unternehmen wie Lockheed Martin und den US-Tochtergesellschaften von Rheinmetall ungebrochen bleibt.

Quelle