Dramatische Apotheken-Schließungen in NRW: 97 Standorte 2025 betroffen – was jetzt passiert
Hannah PetersDramatische Apotheken-Schließungen in NRW: 97 Standorte 2025 betroffen – was jetzt passiert
Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich kürzlich mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Fabian Schrumpf, um über die zunehmenden Sorgen wegen Apotheken-Schließungen in Nordrhein-Westfalen zu sprechen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen finanzielle Notlagen, faire Löhne und die Auswirkungen auf die Versorgung der Patienten mit essenziellen Leistungen.
Lohmann wies während der Diskussion auf den wachsenden wirtschaftlichen Druck hin, dem lokale Apotheken ausgesetzt sind. Allein im Jahr 2025 hätten 97 Apotheken schließen müssen, während nur 12 Neueröffnungen verzeichnet wurden. Zwar lägen für Essen noch keine genauen Zahlen vor, doch in einigen Stadtteilen verlängerten sich bereits die Anfahrtswege für Nacht- und Notdienste.
Der Apotheker betonte die Notwendigkeit einer angemessenen Vergütung für Rezeptleistungen sowie einer besseren finanziellen Planbarkeit. Zudem forderte er höhere Löhne, um das Apothekenpersonal zu entlasten. Thematisiert wurde auch der Wettbewerb durch Versandapotheken, die trotz einer festen Abgabegebühr von 8,35 Euro Rabatte von bis zu 10 Euro gewähren könnten.
Schrumpf erkannte die Probleme an und zeigte Verständnis für geplante Proteste. Als Landespolitiker räumte er zwar ein, dass sein Einfluss begrenzt sei, versprach aber, die Anliegen auf Bundesebene vorzubringen. Beide waren sich einig, dass fare Vergütungsmodelle dringend nötig sind, um weitere Schließungen zu verhindern.
Am Ende des Treffens sicherte Schrumpf zu, sich für die Belange der Apotheken einzusetzen. Lohmanns Bedenken zu Schließungen, Löhnen und Versorgungsengpässen sollen nun auf höherer politischer Ebene behandelt werden. Die Ergebnisse könnten künftige Regelungen für Apotheken in der gesamten Region prägen.