17 March 2026, 00:47

Dortmunds Ethikkommission zur Jagd-Safari bleibt stumm – und steht in der Kritik

Eine Buchseite mit einer detaillierten Illustration einer Herde von Elchen, die über die Seite läuft, mit begleitendem Text, der die Szene beschreibt.

Dortmunds Ethikkommission zur Jagd-Safari bleibt stumm – und steht in der Kritik

Dortmunds Ethikkommission für die Arbeitsagentur steht wegen mangelnder Aktivität in der Kritik. Die 2023 eingerichtete Gruppe sollte eigentlich die ethischen Aspekte von Jagd-Safaris und deren Auswirkungen auf den Artenschutz prüfen. Doch nach eineinhalb Jahren gibt es keine Aufzeichnungen über ihre Arbeit.

Die Kommission entstand auf Druck der Grünen, der Linken und anderer politischer Gruppen. Ihr Ziel war es zu untersuchen, ob der Verkauf von Jagd-Safaris ethisch vertretbar ist und wie sich solche Praktiken auf Naturschutzbemühungen auswirken. Seit ihrer Gründung blieb die Gruppe jedoch untätig.

Dortmunds neuer Oberbürgermeister bestätigte kürzlich, dass keine offiziellen Protokolle über Sitzungen oder Beschlüsse der Kommission existieren. Diese Nachlässigkeit kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Messe Jagd und Hund bevorsteht und die öffentliche Nachfrage nach Antworten wächst.

Die Debatte über die Großwildjagd hat sich seit dem Vorstoß Botswanas 2022, die Elefanten-Trophäenjagd wieder zuzulassen, weiter zugespitzt. Die deutsche Bundesregierung hält seit 2023 ein striktes Einfuhrverbot für Jagdtrophäen aufrecht und plant keine Lockerung bis 2026. Städte wie Berlin und München haben zudem Resolutionen verabschiedet, in denen sie kommerzielle Großwildjagden in Afrika verurteilen – mit Verweis auf Tierschutz und Nachhaltigkeit.

Politische Gruppen, darunter die Grünen, die SPD und die Linke, hatten gefordert, dass die Kommission noch vor der Sommerpause zusammentritt. Doch ihre anhaltende Untätigkeit lässt zentrale Fragen unbeantwortet.

Das Versagen der Kommission wirft Unsicherheiten über Dortmunds Haltung zur Großwildjagd auf. Angesichts der nahenden Jagd und Hund-Messe und fehlender Fortschritte wächst der Druck auf Klarheit. Die Stadt sieht sich nun mit Forderungen konfrontiert, entweder die Arbeit der Kommission wiederaufzunehmen oder ihr langes Schweigen zu erklären.

AKTUALISIERUNG

Dortmunds 2026er Jagd- und Hundeschau-Erlös trotz Ethik-Debatte

Die Jagd und Hund Schau in Dortmund hat für 2026 eröffnet, trotz anhaltender Kritik an der Untätigkeit der städtischen Ethikkommission. Wichtige Entwicklungen sind:

  • Oberbürgermeister Alexander Kalouti lobte das Ereignis als 'Dialogforum zum Wildmanagement und Naturschutz'.
  • Die Schau stellt 2026 in den Mittelpunkt, wobei südafrikanische Nationen die Plattform für Diskussionen zum Naturschutz nutzen.
  • Politische Gruppen fordern weiterhin Klarheit über die gestoppte 1,5-jährige Überprüfung der Jagdethik durch die Kommission.