Dortmunds Champions-League-Debakel: 0:2 gegen Tottenham und die Frage nach der Moral
Tobias ZimmermannDortmunds Champions-League-Debakel: 0:2 gegen Tottenham und die Frage nach der Moral
Borussia Dortmund kassiert schwere 0:2-Niederlage gegen Tottenham Hotspur in der Champions League
Borussia Dortmund hat in der Champions League eine deutliche 0:2-Niederlage gegen Tottenham Hotspur einstecken müssen. Mit dieser Pleite rutscht der BVB in der Gruppenphase aus den Top Acht und sieht sich in der direkten Qualifikation für die K.-o.-Phase zunehmend in Bedrängnis.
Am Ende der Partie blieb Dortmund ohne jeden Punktgewinn – eine Entwicklung, die den Einzug ins Achtelfinale gefährdet. Der ehemalige Torhüter Roman Weidenfeller übt im Nachgang scharfe Kritik am Auftritt der Mannschaft. Er stellte deren Mentalität, Kampfgeist und Siegeswillen infrage.
Weidenfeller monierte zudem fehlende Körpersprache, Leidenschaft und Entschlossenheit auf dem Platz. Die Spieler hätten ihr Potenzial nicht annähernd ausgeschöpft, obwohl das Team über ausreichend Qualität verfüge. Sportdirektor Sebastian Kehl hatte zuvor betont, wie entscheidend ein starker Schluss der Champions League sei. Das frühe Ausscheiden im DFB-Pokal und der Rückstand auf den FC Bayern München in der Bundesliga erhöhen den Druck. Mindestziel bleibt dennoch das Erreichen des Achtelfinals. Kehl, der derzeit in Vertragsgesprächen mit Verteidiger Nico Schlotterbeck steht, äußerte sich nach dem Tottenham-Spiel nicht öffentlich kritisch zur Mannschaftsleistung.
Nun steht der BVB vor einer schwierigen Aufgabe, um in der Champions League noch unter die besten Acht zu kommen. Die verbleibenden Champions League-Spiele werden zeigen, ob das K.-o.-Runden-Ziel noch erreicht werden kann. Die Mannschaft muss sich schnell verbessern, um weitere Rückschläge auf europäischer Bühne zu vermeiden.
