Dorothee Bär glänzt in Aachen mit Reimen und Raketenwitzen beim Karnevalsorden
Tobias ZimmermannDorothee Bär glänzt in Aachen mit Reimen und Raketenwitzen beim Karnevalsorden
Der 76. "Orden gegen tödlichen Ernst" wurde in Aachen während der rheinischen Karnevalsfeiern verliehen. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) erhielt die Auszeichnung für ihren Witz und ihre Lebensfreude im öffentlichen Leben. Die festliche Gala verband politische Satire mit unterhaltsamen Darbietungen vor prominentem Publikum.
Bär hielt ihre Dankesrede durchgehend in Reimen – gekleidet in ein glitzerndes silbernes Astronautenkostüm. Mit Augenzwinkern verglich sie die Schwärze des Weltalls mit einem CSU-Parteitag und scherzte, sie wolle Kollegen – darunter den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder – mit einer Mondrakete ins All schicken. Ihre lockeren Sprüche ernteten begeistertes Gelächter.
Durch den Abend führten Komiker Guido Cantz und AKV-Präsident André Freese. Auf dem Programm standen Auftritte der Aachener Karnevalsgrößen sowie der Kölner Band Kasalla. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann steuerte selbstironische Witze über seine Partei und den möglichen Präsidentschaftskandidaten Armin Laschet bei. Die ehemalige Grünen-Co-Vorsitzende Ricarda Lang, als Außerirdische verkleidet, rief zu mehr Zusammenhalt unter Demokraten auf.
Der AKV-Orden wird seit 1950 jährlich für "Humor und Menschlichkeit im Amt" verliehen. Zu den früheren Preisträgern zählen Altkanzler Konrad Adenauer und die Grünen-Politikerin Annalena Baerbock. Vizekanzler Lars Klingbeil lobte Bär als "einzigartige Erscheinung in der CSU" und forderte: "Mehr Bär in der Politik!"
Der Abend unterstrich die Aachener Tradition, Politik mit karnevalistischem Humor zu verbinden. Bärs Auszeichnung bestätigte ihren Ruf, Leichtigkeit in das öffentliche Leben zu bringen. Die Veranstaltung bot erneut eine Bühne für Politiker und Künstler, um mit spielerischer, aber treffsicherer Gesellschaftskritik zu glänzen.
