"Die Parabel der Wut": Eine radikale Performance über Fettsein und gesellschaftliche Tabus
Tim Peters"Die Parabel der Wut": Eine radikale Performance über Fettsein und gesellschaftliche Tabus
Eine mutige neue Performance: Die Parabel der Wut feiert Premiere bei den Wiener Festwochen im Odeon
Unter der Regie und mit der Performance von Rébecca Chaillon erkundet die Show Die Parabel der Wut das Leben und die Körper von Menschen, die sich als fett identifizieren. Der Titel selbst deutet auf Themen wie Wut, Frustration und Bitterkeit hin – inspiriert von Octavia Butlers Roman Die Parabel der Säerin.
Die fast drei Stunden dauernde Aufführung bringt sieben Schauspieler:innen auf die Bühne. In einer Szene entkleiden sie sich, interagieren mit Butter und inszenieren die Castingshow The Biggest Loser auf groteske und absurde Weise – sie entschuldigen sich für ihre Körper und gestehen ungewöhnliche Essgewohnheiten.
Während der Vorstellung verteilt die Schauspielerin Julie Teuf Butter an das Publikum, lädt zum Probieren ein und verlost einen ungewöhnlichen Preis: Der oder die Gewinner:in erhält Lebensmittel im Wert von einem Zehntel des eigenen Körpergewichts.
Rébecca Chaillon, eine prägende Stimme der französischen Kulturszene, steht hinter dieser Produktion. Ihre Arbeit lotet die subversive Kraft fettpositionierter Körper aus, stellt gesellschaftliche Wahrnehmungen infrage und provoziert Debatten.
Die Performance wirft einen schonungslosen, rohen Blick auf den Umgang der Gesellschaft mit Fettsein – mit Humor, Absurdität und direkter Publikumseinbindung. Die Premiere unterstreicht Chaillons markanten Beitrag zur zeitgenössischen Performancekunst.






