DHB-Team feiert knappen 41:38-Auftaktsieg gegen Ägypten in Dortmund
Jana HerrmannDHB-Team feiert knappen 41:38-Auftaktsieg gegen Ägypten in Dortmund
Deutschlands Handball-Männer starten mit packendem 41:38-Sieg gegen Ägypten in Dortmund
Mit einem spannungsgeladenen 41:38 (20:18) gegen Ägypten hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Männer ihre zweiteilige Länderspielserie in Dortmund eröffnet. Das torreiche Duell, das live bei ProSieben übertragen wurde, stellte die defensive Standhaftigkeit der Gastgeber auf die Probe. Nach dem Spiel wurde das Team für die Silbermedaille bei der Europameisterschaft Anfang dieses Jahres geehrt.
Beide Mannschaften zeigten von Beginn an einen offensivstarken Handball, am Ende setzten sich die Deutschen knapp durch. Insgesamt fielen in den beiden Partien 157 Tore – die DHB-Auswahl traf 79-mal, Ägypten 78-mal. Bester Werfer auf deutscher Seite war Juri Knorr mit neun Treffern.
Trotz des Erfolgs räumte Bundestrainer Alfred Gislason Schwächen in der Abwehr ein. In den vergangenen Jahren hatte die Mannschaft sowohl in der Offensive als auch in der Defensive mit Rückständen gegenüber den europäischen Top-Teams zu kämpfen. Zwischen 2023 und 2025 erzielte Deutschland im Schnitt 28,5 Tore pro Spiel – weniger als Dänemark (32,1) – und kassierte 29,2 Gegentreffer, mehr als Schweden (26,8). Der fünfte Platz bei der WM 2025 und das Ausscheiden im Viertelfinale der Olympischen Spiele 2024 unterstrichen die Lücke zusätzlich.
Im Anschluss an die Partie wurde die Mannschaft in einer Feierstunde für ihre EM-Silbermedaille gewürdigt. Die Popband GroßstadtEngel heizte danach mit einem Konzert die Stimmung in der Halle weiter an. Das zweite Spiel der Serie findet in Bremen statt und bietet den Deutschen eine weitere Gelegenheit, vor der nächsten großen Herausforderung an Details zu feilen.
Die nächste Medaillen-Chance ergibt sich bei der WM 2025, die Deutschland im Januar ausrichten wird.
Der Sieg gegen Ägypten gibt zwar Auftrieb, doch die defensiven Probleme bleiben ein Sorgenkind. Mit der Heim-WM vor der Tür muss das Team seine Leistungen steigern, um mit Europas Elite mithalten zu können. Das zweite Testspiel in Bremen bietet eine weitere Möglichkeit, an den Schwächen zu arbeiten, bevor das Turnier beginnt.






