Deutz will Thyssenkrupp Marine Systems übernehmen und steigt in Rüstungsbranche ein
Tim PetersDeutz will Thyssenkrupp Marine Systems übernehmen und steigt in Rüstungsbranche ein
Der Motorenhersteller Deutz hat einen Vorstoß unternommen, um Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS), einen der führenden Hersteller konventioneller U-Boote, zu übernehmen. Das Unternehmen reichte Ende letzten Jahres ein unverbindliches Angebot ein und signalisierte damit seinen Ehrgeiz, in den Rüstungssektor einzusteigen. Sollte das Geschäft gelingen, würde sich Deutz als einer der größten Rüstungsunternehmen Deutschlands positionieren.
Thyssenkrupp sucht bereits seit Jahren einen Käufer für TKMS, da die Tochtergesellschaft nicht mehr zur Kernstrategie des Konzerns passt. Die Werft ist auf konventionelle U-Boote spezialisiert – ein Bereich, der mehrere Interessenten anzieht.
Deutz ist nicht der einzige Bieter. Auch die Lürssen-Werft, der Rüstungskonzern Rheinmetall und sogar die Bundesregierung haben Interesse an einer Übernahme oder Partnerschaft mit TKMS bekundet. Deutz-Chef Sebastian Schulte bringt dabei einschlägige Erfahrung mit: Er war zuvor Finanzvorstand bei TKMS.
Die mögliche Übernahme würde für Deutz einen deutlichen Strategiewechsel bedeuten – weg von reinen Antrieben, hin zur hochsensiblen Rüstungsproduktion. Ein erfolgreicher Deal könnte die deutsche Rüstungslandschaft nachhaltig verändern.
Ob Deutz mit seinem Angebot erfolgreich sein wird, bleibt ungewiss. Doch das Gebot hält den Prozess in Bewegung. Gelingt die Übernahme, würde sich das Unternehmen endgültig unter den Top-Rüstungskonzernen Deutschlands etablieren. TKMS wiederum erhielte nach Jahren unter dem Dach von Thyssenkrupp einen neuen Eigentümer.






