Deutschland scheitert im UN-Sicherheitsrat – und sucht nach Gründen
Deutschland hat einen schweren diplomatischen Rückschlag erlitten. Das Land scheiterte mit seiner Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Die Niederlage hat innerhalb der Regierung Forderungen nach Selbstreflexion ausgelöst.
Die Abwesenheit von Bundeskanzler Friedrich Merz bei der UN-Generalversammlung 2022 zog weltweit Aufmerksamkeit auf sich. Während andere Staatschefs teilnahmen, wurde sein Fernbleiben international registriert. Bereits vor der Abstimmung hatten zahlreiche Länder Deutschlands Nahost-Politik kritisiert.
Die grüne Außenpolitikerin Luise Amtsberg forderte eine selbstkritische Aufarbeitung des Scheiterns. Die Bundestagsabgeordnete und ehemalige Menschenrechtsbeauftragte argumentierte, das internationale Vertrauen in Deutschland habe gelitten. Zudem betonte sie, dass erfolgreiche Diplomatie sowohl Rede- als auch Zuhörbereitschaft erfordere.
Die Bundesregierung sieht sich nun wachsender Kritik an ihrer Außenpolitik ausgesetzt. Immer mehr Staaten hinterfragen öffentlich ihre Positionen. Der Aufruf zu einer ehrlichen Bestandsaufnahme folgt auf die gescheiterte Sicherheitsrats-Kampagne.






