30 June 2026, 14:08

Cyberangriffe auf Schulen: Datenklau und gestörte Prüfungen durch Hacker

IT-Sicherheit: Bildung muss ihre Hausaufgaben machen

Cyberangriffe auf Schulen: Datenklau und gestörte Prüfungen durch Hacker

Cyberangriffe auf Schulen nehmen zu

In den vergangenen Wochen haben sich die Cyberbedrohungen für Schulen deutlich verschärft. Hacker haben Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland und der Schweiz ins Visier genommen, sensible Daten offengelegt und den Betrieb gestört. Das Thema IT-Sicherheit steht damit ganz oben auf der Agenda der nationalen Bildungspolitik.

In Basel-Stadt drangen Angreifer in die Systeme des Bildungsdepartements ein und stahlen persönliche Daten von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern. Die gestohlenen Informationen wurden später im Darknet veröffentlicht. Der Vorfall zeigt, wie stark die Gefahr von Identitätsdiebstahl und Datenmissbrauch im Bildungssektor gewachsen ist.

In Nordrhein-Westfalen führte eine Sicherheitslücke auf der Website der „Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule“ (QUA-LiS) dazu, dass über 16.000 Datensätze ungeschützt zugänglich waren. Der Vorfall sorgte für erhebliche Störungen: Weil Prüflinge keine Zugangsdaten für Klausuren erhielten, mussten Abschlussprüfungen verschoben werden. Kurzzeitig wurde sogar erwogen, die Zwei-Faktor-Authentifizierung vorübergehend abzuschalten – ein Plan, der später verworfen wurde.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt, dass sich die Bedrohungslage weiter zuspitzt. Besonders gefährdet sind Schulen durch Erpressungstrojaner, falsch konfigurierte Systeme und Identitätsdiebstahl. Experten raten dazu, die IT-Sicherheit an professionelle Dienstleister auszulagern und eine zentrale Digitalstrategie zu entwickeln, um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.

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Der Bildungssektor steht vor wachsenden Cyberrisiken – aktuelle Angriffe offenbaren gravierende Schwächen in den bestehenden Systemen. Schulen geraten zunehmend unter Druck, ihre Abwehrmechanismen durch bessere Strategien und externe Unterstützung zu stärken. Die Warnungen des BSI unterstreichen, wie dringend diese Sicherheitslücken geschlossen werden müssen.

Quelle