Bundeswehr übt eine Woche lang mit Drohnen und Platzpatronen in Mönchengladbach
Jana HerrmannBundeswehr übt eine Woche lang mit Drohnen und Platzpatronen in Mönchengladbach
Die Bundeswehr startet an diesem Freitag eine einwöchige Übung in Mönchengladbach. An dem Manöver werden etwa 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen beteiligt sein. Die Behörden bestätigten, dass ausschließlich Platzpatronen – und keine scharfe Munition – zum Einsatz kommen.
Die Übung findet auf dem Gelände des ehemaligen Hauptquartiers der Alliierten Streitkräfte Europa (JHQ Rheindahlen) statt. Das verlassene, 471 Hektar große Areal – etwa so groß wie 660 Fußballfelder – bietet eine realistische Trainingsumgebung. Die verfallene städtische Infrastruktur und die abgelegene Lage machen es ideal für großangelegte Übungen, ohne die öffentliche Sicherheit zu gefährden.
Anwohner in der Umgebung müssen mit lauten Knallgeräuschen rechnen, doch die Verantwortlichen betonen, dass von der Übung keine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Ziel des Trainings ist es, Kommunikationsabläufe unter nationalen und Bündnisverteidigungsbedingungen zu testen. Seit der Schließung des Stützpunkts 2013 dient das ehemalige JHQ regelmäßig als Übungsgelände für Polizeieinheiten und Katastrophenschutzteams.
Wie viele Übungen bereits auf dem Gelände stattfanden und welche Organisationen daran teilnahmen, wurde nicht bekannt gegeben. Der Fokus der dieswöchigen Übung liegt jedoch auf der operativen Koordination und szenariobasierten Ausbildung.
Das Manöver dauert sieben Tage, wobei strenge Sicherheitsvorkehrungen gelten. Durch den Einsatz von Platzpatronen und die abgelegene Lage des ehemaligen JHQ werden Beeinträchtigungen für die umliegenden Gemeinden auf ein Minimum reduziert. Die Bundeswehr betont, dass es sich um eine routinemäßige Maßnahme zur Verteidigungbereitschaft handelt.