Bundespolizei beschlagnahmt 59.000 Euro bei verdächtiger Routinekontrolle in Aachen
Tobias ZimmermannVerschlungen in Widersprüche - 59.000 Euro gesichert - Bundespolizei beschlagnahmt 59.000 Euro bei verdächtiger Routinekontrolle in Aachen
Zwei Männer verlieren über 59.000 Euro bei Routine-Kontrolle der Bundespolizei in Aachen
Bei einer gewöhnlichen Verkehrskontrolle durch die deutsche Bundespolizei in Aachen wurden zwei Männern mehr als 59.000 Euro abgenommen. Die Beamten hielten ihr Fahrzeug an, nachdem sie von den Niederlanden aus über die Autobahn A4 nach Deutschland eingereist waren. Das Bargeld wurde beschlagnahmt, nachdem Widersprüche in ihren Aussagen Misstrauen weckten.
Der Vorfall begann, als die Polizei in der Nähe der niederländischen Grenze eine Standardkontrolle durchführte. Der 38-jährige Fahrer konnte keinen gültigen Führerschein vorlegen, sein 40-jähriger Beifahrer besaß überhaupt keinen Ausweis.
Beide behaupteten zunächst, das Geld stamme aus Spielgewinnen. Doch ihre Schilderungen passten nicht zusammen, als sie nach dem Transport verbotener Gegenstände oder Beträgen über 10.000 Euro befragt wurden. Ein später durchgeführter Wischtest ergab zudem Drogenrückstände an beiden Männern.
Weitere Überprüfungen ergaben, dass das Geld mit einem Verfahren vor dem Landgericht Berlin aus dem Frühjahr 2026 in Verbindung steht. Gegen die beiden Männer waren bereits am 15. Januar 2026 Haftbefehle wegen Betrugsverdachts erlassen worden. Die Gelder sollen aus gefälschten Krypto-Investitionsprogrammen stammen. Eine erste Verhandlung wegen Betrugs und Geldwäsche ist für März 2026 angesetzt.
Die Ermittler verfolgen weiterhin die Herkunft des beschlagnahmten Geldes im Rahmen des größeren Falls.
Die beiden Männer bleiben wegen des Verdachts auf Betrug, Geldwäsche und mögliche Drogendelikte in Untersuchungshaft. Die beschlagnahmten 59.000 Euro verbleiben bis zum Abschluss der rechtlichen Schritte in Polizeigewahrsam. Ob weitere Anklagepunkte folgen, steht noch nicht fest.
