Bochumer Bauunternehmer wegen Millionen-Steuerbetrugs rechtskräftig verurteilt
Hannah PetersBochumer Bauunternehmer wegen Millionen-Steuerbetrugs rechtskräftig verurteilt
Ein Bauunternehmer und ein Komplize aus Bochum sind wegen Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit zu Haftstrafen verurteilt worden. Das System umfasste die illegale Bezahlung von Mitarbeitern „unter der Hand“ sowie die Verwendung gefälschter Rechnungen, um 2,5 Millionen Euro an hinterzogenen Steuern zu verschleiern. Ihre Revisionen wurden später vom Bundesgerichtshof abgewiesen.
Die Ermittlungen begannen 2019 unter der Leitung der Dortmunder Finanzermittlungsgruppe für Schwarzarbeit und der Bochumer Steuerbehörden. Über zwei Jahre hinweg deckten die Beamten ein langjähriges Betrugsnetz auf: Der Unternehmer hatte Arbeiter ohne Meldung bezahlt und gleichzeitig falsche Rechnungen eingereicht, um die Zahlungen zu vertuschen.
Im März 2024 verkündete das Landgericht Bochum sein Urteil. Der Bauunternehmer erhielt eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten, der Komplize wurde zu einem Jahr und drei Monaten verurteilt.
Beide Angeklagten legten gegen das Urteil Revision ein und brachten den Fall vor den Bundesgerichtshof. Die Beschwerden wurden jedoch als unbegründet zurückgewiesen, sodass die ursprünglichen Strafen bestätigt wurden.
Durch den Betrug entstanden dem Staat 2,5 Millionen Euro an ausstehenden Sozialabgaben und Lohnsteuern. Da der Rechtsweg nun erschöpft ist, sind die Urteile rechtskräftig. Der Fall unterstreicht die Konsequenzen von großangelegter Steuerhinterziehung und illegaler Beschäftigung.






