05 February 2026, 10:13

Betrüger vor Gericht: Ältere Bürger um Zehntausende Euro geprellt

Ein Plakat mit Text und einem Logo, das "Wenn Unternehmen versteckte M├╝llgeb├╝hren in die Rechnungen von Familien schmuggeln, kann das Hunderte von Dollar im Monat aus ihren Taschen ziehen." zeigt.

Betrüger vor Gericht: Ältere Bürger um Zehntausende Euro geprellt

Drei Männer im Alter zwischen 34 und 62 Jahren müssen sich seit dieser Woche vor dem Landgericht Köln wegen des Verdachts des Betrugs an älteren Bürgern verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, unter dem Vorwand von Haushaltsdienstleistungen Geld und Wertgegenstände gestohlen zu haben. Der Prozess soll sieben Verhandlungstage umfassen; mit einem Urteil wird bis Ende März gerechnet.

Die Angeklagten hatten es gezielt auf ältere Hausbesitzer in Köln, Bergisch Gladbach, Bergneustadt und Gummersbach abgesehen. Sie sprachen ihre Opfer an der Haustür an und boten angebliche Reinigungs-, Abdichtungs- oder Renovierungsarbeiten an. Sobald sie Zugang zu den Wohnungen erhielten, verlangten sie sofortige Barzahlungen – oft für mangelhafte oder gar nicht erbrachte Leistungen.

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In mehreren Fällen durchsuchten die Männer die Häuser zudem nach Bargeld und Wertsachen und entwendeten diese. Die Staatsanwaltschaft bringt sie mit 17 Einzeltaten in Verbindung, bei denen ein Schaden in Höhe von zehntausenden Euro entstand. Das Gericht fordert nun eine Schadensersatzzahlung von 43.000 Euro von den Beschuldigten.

Der Prozess reiht sich in eine Serie ähnlicher Betrugsfälle in der Region ein. Erst im Januar 2026 hatte eine andere Gruppe in Bielefeld-Sennestadt versucht, mit einer gestohlenen Bankkarte zu bezahlen – ein direkter Zusammenhang zu diesem Fall besteht jedoch nicht.

Im Rahmen der Verhandlung wird die Beweislage zu den 17 mutmaßlichen Betrugsfällen geprüft. Bei einer Verurteilung drohen den Männern Strafen wegen Betrugs und Diebstahls. Die Urteilsverkündung ist noch vor Ende März zu erwarten.