26 January 2026, 12:16

Bergkamen plant flexibles Gaskraftwerk als Brückentechnologie für die Energiewende

Ein Diagramm, das den US-Energieverbrauch von Erdgas, Kohle, Kernenergie und Biomasse zeigt, mit begleitendem Text, der weitere Details liefert.

Bergkamen plant flexibles Gaskraftwerk als Brückentechnologie für die Energiewende

Deutschland bereitet sich auf eine neue Welle von Kraftwerksprojekten vor – ein zentraler Baustein der Energiewende. Unternehmen wie RWE, Uniper und Trianel treiben Pläne für neue Anlagen voran, während Steag-Iqony in Bergkamen den Bau eines flexiblen Gaskraftwerks vorantreibt. Die Anlage ließe sich später auf Wasserstoff umstellen und würde damit sowohl den Klimazielen als auch dem Ausstieg aus der Kohle entsprechen.

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Das geplante Kraftwerk von Steag-Iqony in Bergkamen entsteht direkt neben dem bestehenden Kohlekraftwerk des Unternehmens, das trotz seiner Funktion als Reserveanlage derzeit mit voller Leistung läuft. Das Unternehmen hat bereits wichtige Komponenten beschafft, Gespräche mit lokalen Behörden geführt und Umweltverträglichkeitsprüfungen eingeleitet. Werkleiter Thorsten Koch äußerte sich unterstützend zur Energiewende und zum Ende der Kohlenutzung.

Die Chancen für das Projekt könnten durch den hohen Energiebedarf Bergkamens und dessen "Süd-Bonus"-Status steigen – eine netztechnische Einstufung, die Standorte in West- und Süddeutschland begünstigt. Nach aktuellen Plänen sind keine Neubauten in Nord- oder Ostdeutschland vorgesehen; stattdessen konkurriert Nordrhein-Westfalen mit anderen Regionen um fünf der insgesamt zwölf Gigawatt geförderter Kapazität. Steag-Iqony wartet nun auf die Ausschreibungskriterien der Bundesregierung, die von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche festgelegt werden. Zwar steht noch kein Veröffentlichungstermin fest, doch die Regeln werden entscheiden, welche Projekte wie das in Bergkamen eine Förderung erhalten. Die Anlage ist so konzipiert, dass sie künftig von Erdgas auf "grünen" Wasserstoff umgestellt werden kann – ein Garant für langfristige Flexibilität.

Das Bergkamener Kraftwerk ist eines von mehreren Vorhaben, die die Modernisierung der deutschen Energieversorgung vorantreiben sollen. Bei einer Auswahl würde es zum Erreichen der 12-Gigawatt-Zielkapazität beitragen und gleichzeitig den Kohleausstieg unterstützen. Die endgültige Entscheidung hängt vom Ausschreibungsverfahren der Bundesregierung ab, wobei Nordrhein-Westfalen als einer der Hauptprofiteure gilt.