20 March 2026, 18:08

"Bergischer Löwe" droht Stromausfall – Stadt Wuppertal ringt um Millionen-Sanierung

Ein belebter Plaza Mayor mit Menschen auf Stühlen sitzend und stehend, umgeben von Topfpflanzen, Metallabsperrungen, Schilder an Pfählen, Fahnen, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel.

"Bergischer Löwe" droht Stromausfall – Stadt Wuppertal ringt um Millionen-Sanierung

Wuppertals historisches Denkmal "Bergischer Löwe" benötigt dringend elektrische Sanierung – Stadt warnt vor schweren Risiken

Die veraltete Elektroinstallation im Bürgerzentrum des "Bergischen Löwen", die in einem hochwassergefährdeten Bereich liegt, macht eine Sofortmaßnahme notwendig. Die Stadtverwaltung hat daher die Freigabe von 2,5 Millionen Euro beantragt. Gleichzeitig verzögern politische Debatten über Haushaltskürzungen und Sanierungsprioritäten eine Entscheidung – diese soll nun erst in der kommenden Ratssitzung fallen.

Der seit 1980 unter Denkmalschutz stehende "Bergische Löwe" verkörpert die industrielle Vergangenheit und das bürgerliche Selbstverständnis der Region Bergisches Land. Seine neugotische Gestaltung und historische Bedeutung machen ihn zu einem zentralen Objekt des Denkmalschutzes. Doch Alexandra Meuthen, Leiterin des städtischen Liegenschaftsamts, warnte vor den akuten Gefahren durch die marode Elektrik und forderte schnelles Handeln, um Überschwemmungsschäden zu verhindern.

Streit um Sanierungskosten und Haushaltsplan

Der Antrag der Verwaltung über 2,5 Millionen Euro für die Erneuerung der Elektroinstallation im kommunalen Bereich stößt auf Widerstand. SPD-Fraktionschef Klaus Waldschmidt sprach sich gegen Stückwerk-Sanierungen aus und plädierte für eine umfassende Renovierungsplanung. Die CDU hingegen drängt auf Kürzungen im Haushaltsentwurf von Oberbürgermeister Marcel Kreutz – für eine Mehrheit benötigen ihre Vorschläge jedoch die Unterstützung von SPD und Grünen.

Unterdessen genehmigten der Jugendwohlfahrts- und der Haushaltsausschuss vorläufige Sicherheitsaufrüstungen für das Jugendzentrum Q1 am Quirlsberg. Zudem kam der Plan für ein neues, 250 Quadratmeter großes Jugendbegegnungszentrum in der Oberen Hauptstraße voran, das von Pfadfindern und dem Kita-Museum gemeinsam genutzt werden soll. Ungewiss bleibt jedoch der Umzug des Q1-Zentrums in die Alte Zentralwerkstatt – bevorzugte Alternative bleibt weiterhin das Zanders-Gelände.

Entscheidung vertagt: Rat muss über Denkmalschutz und Haushalt befinden

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Da der Haushaltsausschuss weitere Beratungen auf nächsten Dienstag verschoben hat, hängt die Sanierung des "Bergischen Löwen" – wie auch die größeren Haushaltsdebatten – nun von der endgültigen Beschlussfassung des Rates ab. CDU, Grüne und SPD hatten sich bereits darauf verständigt, auf eine Ausschussabstimmung zu verzichten, um den Prozess für eine abschließende Entscheidung zu beschleunigen.

Die geplanten 2,5 Millionen Euro für die elektrische Grundsanierung wären zunächst eine Übergangslösung, um spätere Renovierungen nicht zu gefährden. Die Bewilligung der Sicherheitsmaßnahmen für das Q1-Jugendzentrum und der flexible Entwurf des neuen Begegnungszentrums gelten als Fortschritt, auch wenn die Details des Umzugs noch ungeklärt sind. Die finalen Haushaltsbeschlüsse – einschließlich der Mittel für den "Bergischen Löwen" – werden in der anstehenden Ratssitzung fallen.

Quelle