16 March 2026, 14:09

Bergisch Gladbachs Kämmerer erklärt die angespannte Haushaltslage der Stadt

Ein Plakat mit einem schmalen schwarzen Rand und zentrierter Schrift, die den Text "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Steuern für Reiche und Großunternehmen weiter senken" in fetter, schwarzer Schrift gegen einen weißen Hintergrund zeigt.

Bergisch Gladbachs Kämmerer erklärt die angespannte Haushaltslage der Stadt

Bergisch Gladbachs Stadtkämmerer Thore Eggert erklärt die finanziellen Herausforderungen der Stadt

Bei einer Veranstaltung der BürgerAkademie traf sich Bergisch Gladbachs Stadtkämmerer Thore Eggert kürzlich mit Bürgerinnen und Bürgern, um die angespannte Haushaltslage der Stadt zu erläutern. In seinem Vortrag zerlegte er den städtischen Etat in verständliche Bestandteile und wies dabei auf steigende Kosten sowie die Schwierigkeiten hin, die geplanten Investitionen für das Jahr 2026 zu finanzieren.

Für das kommende Jahr sind zwar 126 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen, doch die Umsetzung scheitert oft am Fachkräftemangel und der knappen Verfügbarkeit von Baufirmen. Eggert, der als Kämmerer für Einnahmen, Ausgaben und die Schuldenpolitik zuständig ist, erstellt zudem jährlich den Haushaltsplan – ein Dokument, das für viele Bürger ohne Fachwissen nur schwer nachvollziehbar ist.

Die größten Belastungen für den Stadthaushalt sind die Ausgaben für soziale Leistungen sowie die gestiegenen Personalkosten durch Tariferhöhungen. Da der Großteil der Ausgaben fest verplant ist, bleibt kaum Spielraum für Kürzungen. Der üblicherweise bis Jahresende abgeschlossene Haushaltsprozess verzögert sich diesmal aufgrund der Kommunalwahlen.

Eggert, Mitglied der FDP, betonte, dass sein Amt als Kämmerer überparteilich sei und er die Verwaltung – nicht eine politische Partei – vertrete. Gleichzeitig warnte er davor, in eine Haushaltskonsolidierung zu rutschen, die strenge Vorgaben mit sich bringen und die finanzielle Handlungsfreiheit der Stadt einschränken würde.

Im Mittelpunkt der BürgerAkademie-Diskussion standen der Aufbau des Haushalts, die finanzielle Situation der Stadt und die Frage, wo Einsparungen möglich wären. Die Teilnehmer erfuhren, wie wenig Gestaltungsspielraum bleibt, um den Etat auszugleichen – eine zunehmend schwierige Aufgabe.

Die Veranstaltung vermittelte den Anwesenden ein klareres Bild der finanziellen Zwänge Bergisch Gladbachs. Angesichts steigender Fixkosten und gefährdeter Investitionspläne stehen der Stadt in den kommenden Monaten harte Entscheidungen bevor. Eggerts Präsentation sollte vor allem eines erreichen: den Haushaltsprozess für die Öffentlichkeit transparenter machen.

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