08 February 2026, 02:12

Bergisch Gladbach startet Initiative für ein AfD-Verbot mit Unterschriftensammlung

Eine Gruppe von Suffragetten marschiert auf einem baumbestandenen Bürgersteig, hält Schilder, mit einem Zaun auf der rechten Seite, dargestellt in Schwarz-Weiß.

Bergisch Gladbach startet Initiative für ein AfD-Verbot mit Unterschriftensammlung

Lokale Initiative für AfD-Verbot in Bergisch Gladbach gestartet

In Bergisch Gladbach läuft derzeit eine lokale Kampagne, um die Partei Alternative für Deutschland (AfD) verbieten zu lassen. Die Initiative wird vom Verein Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt (DeVi) getragen und startet am 7. Februar mit der Sammlung von Unterschriften in der Innenstadt. Die Organisatoren streben an, auf Landes- und Bundesebene rechtliche Schritte gegen die Partei einzuleiten.

DeVi hat sich der bundesweiten Kampagne "Menschenwürde verteidigen. AfD jetzt verbieten" angeschlossen, um gegen die politischen Positionen der Partei vorzugehen. Die Gruppe argumentiert, dass die Haltung der AfD mit verfassungsmäßigen Werten – darunter die Menschenwürde und demokratische Grundsätze – unvereinbar sei. Judith Winterscheid, Vorsitzende von DeVi, betonte öffentlich, dass das Verhalten der Partei die Kernprinzipien des deutschen Rechtsstaats untergrabe.

Bis Juni sollen 100.000 Unterschriften gesammelt werden. Bei Erfolg würde die Petition ein offizielles Verbotsverfahren im Landtag und in der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen auslösen. Unterstützer können die Unterschriftenliste am Informationsstand von DeVi in der Fußgängerzone unterzeichnen, der täglich von 10:00 bis 13:00 Uhr geöffnet ist.

DeVi handelt dabei nicht allein: Fast 90 zivilgesellschaftliche Gruppen in ganz Deutschland unterstützen die Aktion, davon 47 in Nordrhein-Westfalen. Auch Großstädte wie Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen haben sich der Bewegung angeschlossen. Der Verein setzt sich seit seiner Gründung für Demokratie, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander ein.

DeVi besteht darauf, dass ein mögliches Verbotsverfahren rechtlichen Standards folgen muss. Die Gruppe ist überzeugt, dass ein solches Vorgehen öffentliche Institutionen schützen und das Vertrauen in den Verfassungsstaat stärken würde.

Der Start der Unterschriftensammlung ist für den 7. Februar am Stand von DeVi in der Bergisch Gladbacher Fußgängerzone geplant. Sollte die Kampagne ihr Ziel erreichen, werden die Landesbehörden den Fall auf rechtliche Schritte prüfen. Das Ergebnis könnte einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie politische Parteien nach deutschem Verfassungsrecht bewertet werden.

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