Bergisch Gladbach setzt auf "Bauturbo" gegen die Wohnungsnot in der Stadt
Tim PetersBergisch Gladbach setzt auf "Bauturbo" gegen die Wohnungsnot in der Stadt
Bergisch Gladbach will Wohnungsnot mit großen Bauvorhaben angehen
Die Stadt Bergisch Gladbach will ihre Wohnungsnot mit mehreren großen Entwicklungsprojekten lindern. Der Stadtplanungsausschuss wird diese Vorhaben bald im Rahmen der neuen Beschleunigungsverordnung „Bauturbo“ prüfen. Die Maßnahmen sollen die Wohnraumknappheit entschärfen, indem sie stockende Bauprojekte vorantreiben.
Die Stadtverwaltung hat bereits mehrere Projekte gebilligt, um Brachflächen zu bebauen und bestehende Gebäude zu erweitern. Dazu gehören die Erweiterung des Kalköfen Carrée sowie die Entwicklung des Schloss Centers – beides praktische Lösungen für eine verdichtete Stadtentwicklung.
Auf dem ehemaligen Industriegelände von Cox hinter den historischen Kalköfen ist ein neues Wohngebäude geplant. Dieses soll 19 Wohnungen sowie sieben Einzelgaragen umfassen. Ein weiteres Projekt sieht den Bau eines zweigeschossigen Gebäudes und zweier dreigeschossiger Wohnblocks am Beginn der Rommerscheider Straße vor. Diese Bebauung überschreitet zwar die ursprünglichen Höhenbegrenzungen, fügt sich aber in die umliegende Bebauungsstruktur ein.
Darüber hinaus plant die BIG Bensberg GmbH, das Schloss Center um drei weitere Stockwerke zu erweitern, wodurch 59 altersgerechte Wohnungen entstehen sollen. Zudem steht eine informelle Anfrage für ein kleineres Vorhaben auf der Tagesordnung: ein Wohngebäude mit acht Einheiten an der Kreuzung Im Pippelstein und Lachsweg im Stadtteil Lustheide.
In der anstehenden Sitzung des Stadtplanungsausschusses werden diese Projekte im Rahmen des „Bauturbo“ geprüft. Die Stadt hofft, dass die Vorhaben durch die Nutzung ungenutzter Flächen und beschleunigte Genehmigungsverfahren zur Entspannung des Wohnungsmarktes beitragen. Die Projekte markieren einen Wandel im Umgang mit restriktiven Bauvorschriften, die bisher Fortschritte gebremst haben.






