Bergisch Gladbach gibt Einwohnern mehr Mitsprache bei Wohnungsfragen
Jana HerrmannBergisch Gladbach gibt Einwohnern mehr Mitsprache bei Wohnungsfragen
Die Bergisch Gladbacher Wohnungsbaugenossenschaft startet eine neue Initiative, um die Verbindung zu den örtlichen Einwohner zu stärken. Bald wird ein Bezirksbeirat eingerichtet, der Feedback sammelt und mit Bewohnern in der gesamten Stadt über Wohnfragen diskutiert. Ziel ist es, allen Stadtteilen eine Stimme bei Entscheidungen zu Wohnraum, Sanierungen und Entwicklungsprojekten zu geben.
Die Hauptaufgabe des Beirats wird es sein, Anliegen und Ideen der Einwohner zu Wohnen, Wohnverhältnissen und Nachverdichtung aufzunehmen. Er fungiert als Brücke zwischen der Genossenschaft und den Stadtteilen, sammelt strukturiertes Feedback für Arbeitsgruppen und gibt dieses weiter. Zwar trifft der Beirat keine endgültigen Entscheidungen, doch er berät bei der Schaffung und Erhaltung von Wohnraum und liefert Kontext sowie Vorschläge.
Die Initiative knüpft an bestehende Beteiligungsformate an. In Bensberg haben Einwohner beispielsweise bereits über den offiziellen Gestaltungsbeirat bei der Planung eines Seniorenwohnprojekts im ehemaligen Briefverteilzentrum mitgewirkt. Der neue Beirat wird diesen Ansatz stadtweit ausweiten und eine langfristige Vertretung für alle Bergisch Gladbacher Stadtteile sicherstellen.
Neben der Sammlung von Input wird der Beirat die Gemeinschaft auch über den Stand von Wohnprojekten und Entscheidungen informieren. Die Genossenschaft sucht Freiwillige, die ihren Kiez gut kennen und vielfältige Perspektiven einbringen können. Alter, Herkunft oder Beruf spielen keine Rolle – entscheidend sind die Bereitschaft zuzuhören und sich einzubringen.
Interessierte können sich per E-Mail an [email protected] wenden, etwa mit der kurzen Nachricht: "Ich möchte mein Viertel vertreten."
Der Bezirksbeirat schafft einen direkten Kanal, über den Einwohner die Wohnungspolitik in Bergisch Gladbach mitgestalten können. Durch die Bündelung von Feedback und die Weitergabe von Updates soll er die lokalen Wohnungsdebatten transparenter und inklusiver machen. Die Genossenschaft erwartet, dass der Beirat eine Schlüsselrolle in zukünftigen Projekten der Stadt einnehmen wird.
