Bahnstrecke Langwedel–Uelzen wird bis 2035 elektrifiziert und modernisiert
Jana HerrmannBahnstrecke Langwedel–Uelzen wird bis 2035 elektrifiziert und modernisiert
Ab den mittleren 2030er-Jahren steht ein großer Ausbau der Bahnstrecke Langwedel–Uelzen bevor. Das Projekt sieht die Elektrifizierung der Strecke vor, erhöht die Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h und schafft bessere Überholmöglichkeiten für Züge. Zudem werden veraltete Stellwerkstechnik und Signalanlagen durch digitale Stellwerke und moderne Zugleitsysteme ersetzt.
Die meisten Bahnübergänge zwischen Langwedel und Uelzen bleiben erhalten – nur ein kleiner Übergang in Soltau wird zurückgebaut. Zwar könnten sich die Schließzeiten der Schranken zunächst verkürzen, doch die Gesamtwartezeiten an den Übergängen könnten steigen. In Munster etwa müssen Autofahrer an manchen Übergängen bereits jetzt bis zu 15 Minuten warten.
Das Vorhaben ist Teil der Bundesregierungspläne, den Schienenverkehr für Personen- und Gütertransport bis 2030 zu stärken. Allerdings werden die Übergänge nicht vollständig schrankenfrei, da die Züge langsamer als 160 km/h fahren werden.
Anwohner und Unternehmen können sich online über das Projekt informieren, etwa über Lagepläne, Lärmkarten und einen virtuellen Streckenflug. Besonders berücksichtigt wird dabei die Lebensqualität vor Ort, insbesondere im Hinblick auf Wartezeiten an Bahnübergängen.
Bis zum Baubeginn werden noch Jahre vergehen, doch die Änderungen versprechen schnellere Fahrten und eine höhere Kapazität auf der Strecke. Das Projekt balanciert die Verbesserung der Bahnleistung mit dem Erhalt der bestehenden Übergänge. Ausführliche Informationen, darunter interaktive Karten, sind auf der Website von DB InfraGO abrufbar.






