08 February 2026, 16:08

Bahn-Sanierung bringt Chaos: Verspätungen, Ersatzbusse und explodierende Kosten

Eine Reihe lila Busse vor einem alten Gebäude geparkt, mit Bäumen und einem Pfahl im Vordergrund und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Bahn-Sanierung bringt Chaos: Verspätungen, Ersatzbusse und explodierende Kosten

Großbaustellen auf Deutschlands Schienennetz – doch Verspätungen und Kostenexplosionen sorgen für Unmut

Die Deutsche Bank hat ein umfassendes Sanierungsprogramm gestartet, doch selbst nach den ersten Verbesserungen bleibt die Pünktlichkeit hinter den eigenen Zielen des Unternehmens zurück. Die jüngsten Sperrungen, darunter der Hauptbahnhof Wuppertal, zwingen Fahrgäste monatelang auf Ersatzbusse umzusteigen.

Als erste Strecke führte die Riedbahn bei Frankfurt am Main die mittlerweile bekannten lila Ersatzbusse ein. Die mit passenden Hinweisschildern gekennzeichneten Verbindungen leiten Reisende seit Samstag um. Die Sanierung der Riedbahn, deren Kosten mit 1,5 Milliarden Euro mehr als das Dreifache der ursprünglich veranschlagten 500 Millionen Euro betragen, zeigt bisher gemischte Ergebnisse: Die Pünktlichkeit im Regionalverkehr stieg nach den Arbeiten von 59 auf 81 Prozent – doch die Strecke verfehlt weiterhin die übergeordneten Ziele der Bahn.

Weitere Einschränkungen stehen bevor: Der Wuppertaler Hauptbahnhof wird für mehrere Monate komplett gesperrt, während die Gleise und Bahnsteigdächer erneuert werden. Während der Bauarbeiten verlängert sich die Fahrt von Wuppertal nach Köln – bisher in 34 Minuten möglich – auf mindestens eineinhalb Stunden. Die Fahrgäste müssen auf Schienenersatzverkehr ausweichen, eine Lösung, die oft wegen mangelnder Bequemlichkeit und Zuverlässigkeit in der Kritik steht.

Die Maßnahmen sind Teil des Programms «Umfassende Sanierung des Hochleistungsnetzes» der Bahn. Bis 2035 sollen 40 Projekte auf rund 4.000 Kilometern Strecke abgeschlossen sein. Geplant sind unter anderem über 80 Kilometer Gleisarbeiten auf der Achse Hagen–Wuppertal–Köln, die am 6. Februar 2026 beginnen sollen. Auch auf der stark frequentierten Rheinstrecke stehen Instandhaltungsarbeiten zwischen Langenlonsheim–Stromberg und Mainz–Ingelheim an.

Zwar zielt die Sanierungsoffensive der Bahn auf die Modernisierung zentraler Strecken ab, doch der Prozess wird von steigenden Kosten und anhaltenden Verzögerungen begleitet. Der Teilerfolg bei der Riedbahn zeigt Fortschritte, doch viele Fahrgäste müssen sich in den kommenden Jahren auf längere Reisezeiten und Busumstiege einstellen. Die volle Wirkung des Programms wird sich erst zeigen, wenn bis 2035 weitere Projekte abgeschlossen sind.

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