Alarmierender Bericht: Fast die Hälfte der wandernden Tierarten ist bedroht
Tim PetersAlarmierender Bericht: Fast die Hälfte der wandernden Tierarten ist bedroht
Der erste Bericht zum Zustand der wandernden Tierarten weltweit offenbart alarmierende Bedrohungen für die Tierwelt. Demnach sind fast die Hälfte der Arten, die unter dem Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten (CMS) gelistet sind, im Rückgang begriffen. Hauptverantwortlich für diese Risiken sind menschliche Aktivitäten.
Von den 1.189 unter dem CMS erfassten Tierarten sind 97 Prozent der Fischbestände vom Aussterben bedroht. Insgesamt ist mehr als jede fünfte Art (22 Prozent) aller CMS-gelisteten Arten in ihrer Existenz gefährdet. Zudem sind 399 wandernde Arten, die noch nicht im CMS verzeichnet sind, ebenfalls gefährdet oder stehen kurz vor der Bedrohungsstufe.
Als Haupttreiber dieser Entwicklungen nennt der Bericht nicht nachhaltige menschliche Aktivitäten. Übernutzung und Lebensraumverlust stellen die beiden größten Gefahren für wandernde Arten weltweit dar. Trotz der düsteren Befunde verweist der Bericht auch auf erfolgreiche Artenschutzmaßnahmen, etwa die Reduzierung illegaler Vogelfangnetze in Zypern oder die Erholung der Saiga-Antilope in Kasachstan.
Wandernde Tierarten sind von entscheidender Bedeutung für das Gleichgewicht der Ökosysteme und bieten unverzichtbare Vorteile. Der Bericht unterstreicht die dringende Notwendigkeit von Gegenmaßnahmen, um den wachsenden Bedrohungen zu begegnen. Ohne gezieltes Handeln wird sich ihr Rückgang voraussichtlich weiter verschärfen.






