30 January 2026, 02:10

Agrarpolitik im Spannungsfeld: Kommunen und Bauernverband diskutieren Flächennutzung und Hochwasserschutz

Ein detaillierter alter Plan des Rheinisch-Westfälischen Kohle- und Industriegebiets, der Flüsse, Berge und Städte mit Text oben und unten zeigt.

Agrarpolitik im Spannungsfeld: Kommunen und Bauernverband diskutieren Flächennutzung und Hochwasserschutz

Lokale Verantwortungsträger und Vertreter der Landwirtschaft trafen sich kürzlich, um agrarpolitische Fragen und Herausforderungen der Flächennutzung zu erörtern. An der Runde nahmen Bürgermeister aus drei Kommunen sowie führende Mitglieder des Landvolks Wesel – des Kreisbauernverbandes – teil. Thematisch reichte das Spektrum von rechtlichen Neuerungen über Hochwasserschutz bis hin zu städtebaulichen Belangen.

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Anwesend waren Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Bürgermeister von Kamp-Lintfort, sein Amtskollege Philipp Richter aus Rheinberg sowie Ulrich Leikefeld, Beigeordneter der Stadt Neukirchen-Vluyn. Vonseiten des Bauernverbandes nahmen Johannes Leuchtenberg, der Vorsitzende, und Geschäftsführer Matthias Platzen teil.

Platzen gab einen Überblick über die jüngsten Änderungen im Agrarrecht und erläuterte, wie sich die neuen Vorschriften auf die Landwirte vor Ort auswirken. Leuchtenberg skizzierte unterdessen die laufende Arbeit des Verbandes und die aktuelle agrarpolitische Lage. Zudem stellte er die Prioritäten der Landwirtschaftskammer für 2025 sowie die Perspektiven für 2026 vor.

Bürgermeister Landscheidt thematisierte spezifische lokale Probleme, darunter die Auswirkungen des Hochwasserschutzbeitrags und die Konflikte um Kiesabbau in städtischen Gebieten. Er ging auch auf den aktualisierten Flächennutzungsplan von Kamp-Lintfort ein, der landwirtschaftliche Flächen vor weiterer Bebauung schützen soll.

Die Gespräche umfassten sowohl regionale als auch rechtliche Aspekte der Landwirtschaft, wobei der Ausgleich zwischen Entwicklung und agrarischen Bedürfnissen im Mittelpunkt stand. Kommunalpolitiker und Agrarvertreter tauschten sich über die Weichenstellungen aus, die die Flächennutzung in den kommenden Jahren prägen werden. Die Diskussionen spiegelten die anhaltenden Bemühungen wider, städtisches Wachstum mit dem Erhalt von Ackerland in Einklang zu bringen.