04 February 2026, 20:18

AfD in NRW: Machtkampf um Vincentz spaltet die Partei vor entscheidender Abstimmung

Ein deutsches Propagandaplakat für die Nazi-Partei mit zwei Männern auf einem Sofa und Textinformationen über die Partei.

AfD in NRW: Machtkampf um Vincentz spaltet die Partei vor entscheidender Abstimmung

Die Alternative für Deutschland (AfD) in Nordrhein-Westfalen steckt in neuen Turbulenzen: Zwei Herausforderer stellen sich gegen den Landesvorsitzenden Martin Vincentz. Fabian Jacobi und Christian Zaum haben eine gemeinsame Kandidatur als Alternative zu Vincentz angekündigt – unterstützt von Kritikern von Vincentz' Führung. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Streitigkeiten über Personalentscheidungen und disziplinarische Maßnahmen innerhalb der Partei.

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Fabian Jacobi hatte seine Bewerbung bereits vor zwei Wochen auf Facebook bekannt gegeben und sich dabei mit Christian Zaum als gemeinsame Alternative zu Vincentz positioniert. Beide Kandidaten erhalten Rückhalt von Vincentz-Gegnern, darunter der rechtsextreme Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich sowie die beiden Stellvertreter des Landeschefs in der Fraktion.

Der Machtkampf entzündet sich auch an der Kritik an Vincentz, der es versäumt habe, Klaus Esser aus der Partei auszuschließen. Esser, ein ehemaliger Verbündeter, steht im Verdacht, seinen Lebenslauf gefälscht zu haben, um eine Parteifunktion zu erhalten. Zaum selbst sieht sich mit einem Parteiausschlussverfahren konfrontiert – ein weiterer Faktor, der die innerparteilichen Spannungen verschärft. Zwar hat der Richtungsstreit den Landesverband erschüttert, doch gibt es keine Belege dafür, dass sich der Konflikt auf politische Entscheidungen oder Wahlergebnisse in anderen deutschen Regionen auswirkt.

Der Machtkampf offenbart tiefere Gräben in der Partei, wobei Vincentz' Personalpolitik immer wieder zu Konflikten führt. Anhänger von Jacobi und Zaum argumentieren, ein Führungswechsel sei notwendig, um die Stabilität wiederherzustellen.

Mit ihrer gemeinsamen Kandidatur steht nun in den kommenden Wochen eine Abstimmung über die Landesführung an. Ob Jacobi und Zaum erfolgreich sein werden, hängt davon ab, ob Vincentz' Kritiker innerhalb des Landesverbands genug Unterstützung mobilisieren können. Das Ergebnis könnte die Ausrichtung der AfD in Nordrhein-Westfalen prägen, hat bisher jedoch keine messbaren Auswirkungen auf die bundesweite Performance der Partei gezeigt.