AfD gewinnt bei Migranten – doch nicht überall gleich stark
Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt veränderte politische Präferenzen unter Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Die Untersuchung belegt eine wachsende Unterstützung für die AfD, insbesondere in bestimmten Gruppen, während traditionelle Parteien in zentralen Wählerkreisen an Zuspruch verlieren.
Die Ergebnisse verdeutlichen klare Unterschiede in der Parteineigung je nach Herkunft. Unter Russlanden in Deutschland führt die SPD mit 43 Prozent, gefolgt von Union und AfD, die jeweils bei 14 Prozent liegen. Damit bewegt sich die AfD in dieser Gruppe im Mittelfeld.
Anders stellt sich die Lage bei Menschen polnischer Abstammung und Spätaussiedlern dar. Hier liegt die AfD mit 33 Prozent bei Deutsch-Polen und 31 Prozent bei Spätaussiedlern an der Spitze. Gleichzeitig hat die Union in beiden Gemeinschaften an Rückhalt eingebüßt.
Bei Menschen mit türkischen Wurzeln belegt die AfD hingegen nur den fünften Platz. Die Studie verweist zudem auf jüngste Wahlerfolge der Partei in Nordrhein-Westfalen, wo sie in mehreren Ruhrgebietsstädten zweit- oder sogar erststärkste Kraft wurde.
Die Untersuchung bestätigt den wachsenden Einfluss der AfD in spezifischen Migrantengruppen, insbesondere bei Deutsch-Polen und Spätaussiedlern. Traditionelle Parteien, darunter die Union, müssen in diesen Wählerkreisen dagegen Rückgänge hinnehmen. Die Ergebnisse spiegeln tiefgreifende Verschiebungen in der politischen Landschaft Deutschlands wider.






