21 March 2026, 02:09

ABC stoppt gesamte Bachelorette-Staffel nach Drehende – ein radikaler Schritt gegen Skandale

Plakat mit schwarzem Hintergrund, das eine Frau in einem weißen Kleid mit einer blauen Stola und einem weißen Hut mit einer Feder zeigt, die in einem Feld gelber Blumen unter einem blauen Himmel steht, mit dem Text "The Bachelor of Arts Vacation August-September Number" in weißer Schrift umgeben von einem goldenen Rahmen.

ABC stoppt gesamte Bachelorette-Staffel nach Drehende – ein radikaler Schritt gegen Skandale

ABC setzt gesamte Staffel von The Bachelorette nach Drehende ab – ein seltener Schritt in der Krisengeschichte des Formats

ABC hat nach Abschluss der Dreharbeiten eine gesamte Staffel von The Bachelorette gestrichen – ein ungewöhnlicher Vorgang in der von Skandalen geprägten Geschichte der Dating-Show. Die Entscheidung folgt auf jahrelange wachsende Kritik an mangelnder Vielfalt, kultureller Sensibilität und Kontroversen hinter den Kulissen. Mit dieser jüngsten Absage reiht sich der Sender in eine lange Liste von Affären ein, die das öffentliche Bild der Sendung nachhaltig verändert haben.

Das Format steht seit Langem wegen fehlender Repräsentation in der Kritik. Erst 2017 wurde Rachel Lindsay zur ersten schwarzen Bachelorette, 2021 folgte Matt James als erster schwarzer Bachelor – beide Meilensteine erst nach jahrelangem öffentlichen Druck erreicht. Doch selbst diese Schritte lösten weitere Debatten aus, da Teilnehmer:innen of Color häufig rassistischen Anfeindungen seitens des Publikums ausgesetzt waren.

Ein Wendepunkt war 2021: Der langjährige Moderator Chris Harrison verließ die Show, nachdem er rassistisches Verhalten einer Kandidatin verteidigt hatte. Noch im selben Jahr leitete ABC konkrete Reformen ein: Die Einstellung einer Beauftragten für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI), verpflichtende Schulungen zu kultureller Sensibilität sowie das Versprechen, diversere Hauptdarsteller:innen zu besetzen – darunter Charity Lawson 2023. Zudem erweiterte der Sender das Casting um mehr BIPOC- und LGBTQ+-Teilnehmer:innen und startete Initiativen wie den Podcast Bachelor Happy Hour, um unterrepräsentierte Stimmen zu stärken.

Frühere Skandale hinterließen ebenfalls Spuren. 2014 sorgten homophobe Äußerungen des ehemaligen Bachelors Juan Pablo Galavis für Aufsehen und offenbarten tiefere Inklusionsprobleme. Eine 2019 in Singapur gedrehte Folge wurde wegen kultureller Unachtsamkeit kritisiert. Zuletzt entfachte Jenn Tran, die 2024 als erste asiatisch-amerikanische Protagonistin die Show anführte, erneut Diskussionen über echte Repräsentation.

Besonders bemerkenswert ist die aktuelle Absage, da ABC Probleme bisher meist während der Ausstrahlung löste – nicht durch die Streichung einer bereits fertigen Staffel. Den Ausschlag gab ein 2023 aufgetauchtes Video, das die diesjährige Hauptdarstellerin Taylor Frankie Paul zeigt, wie sie ihre:n Ex-Partner:in in Gegenwart ihres Kindes körperlich angreift. Der Vorfall verschärfte die ohnehin wachsenden Bedenken hinsichtlich der Werte und Verantwortung des Formats.

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Die Absage der Bachelorette-Staffel spiegelt ABCs Versuch wider, auf anhaltende Kritik zu reagieren. Seit 2021 hat der Sender Reformen umgesetzt – von DEI-Schulungen bis zu diverserer Besetzung. Dennoch bleibt die Gratwanderung zwischen Unterhaltung und kultureller Verantwortung eine Herausforderung. Die Entscheidung unterstreicht, wie frühere Skandale und öffentlicher Druck die Zukunft der Show nun prägen.

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