45-Millionen-Projekt: Bottrops Klärwerk wird bei laufendem Betrieb modernisiert
Tobias Zimmermann45-Millionen-Projekt: Bottrops Klärwerk wird bei laufendem Betrieb modernisiert
Die Emschergenossenschaft hat mit der umfassenden Sanierung ihres Klärwerks in Bottrop begonnen. Das 45-Millionen-Euro-Projekt sieht die Modernisierung zentraler Anlagenbereiche vor – und das bei vollem Betrieb. Als erstes großtechnisches Klärwerk Deutschlands, das vollständig energieautark arbeitet, wird die Anlage in neun separaten Bauabschnitten auf den neuesten Stand gebracht.
Die ersten drei Phasen konzentrieren sich auf die Erneuerung der Hauptzulaufkanäle. Um den Wasserfluss während der Arbeiten zu steuern, wurde eine leistungsstarke provisorische Pumpenanlage installiert. Dadurch bleibt die Reinigungsleistung auch während der Modernisierung der Kanäle unbeeinträchtigt.
Im Inneren des Werks werden die veralteten Schlammräumer durch zwei neue Einheiten ersetzt, die jeweils für zwei Becken ausgelegt sind. Zudem werden die Einlauföffnungen der Nachklärbecken erweitert und neue Leitbleche eingebaut. Diese Maßnahmen sollen die Effizienz steigern und die Wasserqualität weiter verbessern.
Ein weiterer zentraler Modernisierungsschritt betrifft die Kanäle für das gereinigte Abwasser: Sie erhalten eine Abdeckung, um das Algenwachstum zu reduzieren. Zudem wird ein neues Belüftungssystem für die Kanäle installiert, das für eine gleichmäßige Sauerstoffverteilung in den Becken sorgt. Um die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, dürfen zu keinem Zeitpunkt mehr als vier Becken gleichzeitig außer Betrieb genommen werden.
Das gesamte Projekt ist in neun klar abgegrenzte Abschnitte unterteilt, sodass die Arbeiten ohne Unterbrechung der Abwasserbehandlung voranschreiten können. Jeder Schritt wurde so geplant, dass die Energieunabhängigkeit des Werks erhalten bleibt und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit gesteigert wird.
Das Klärwerk Bottrop bleibt während der gesamten Sanierung in vollem Umfang betriebbereit. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Modernisierungen die Reinigungseffizienz erhöhen und den Wartungsaufwand verringern. Die Investition von 45 Millionen Euro sichert dem Standort seine Vorreiterrolle in der nachhaltigen Abwasserbehandlung.






