26 March 2026, 20:07

109 Dezibel in Witten: Hochleistungsauto wegen extremen Lärms beschlagnahmt

Schwarzer Mercedes-Benz ML 350 CDI BlueEfficiency auf einem Parkplatz mit Gebäuden, Polen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel geparkt.

109 Dezibel in Witten: Hochleistungsauto wegen extremen Lärms beschlagnahmt

In Witten wurde ein Hochleistungsfahrzeug beschlagnahmt, nachdem es mit extrem hohen Lärmwerten aufgefallen war – weit über den gesetzlich zulässigen Grenzwerten. Dem Besitzer drohen nun behördliche Maßnahmen wegen Manipulation der Betriebserlaubnis. Die Behörden zogen das Auto ein, nachdem sie eine Motorengeräuschmessung von 109 Dezibel vorgenommen hatten – deutlich über der erlaubten Obergrenze von 82 dB.

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Der Vorfall ereignete sich in der Holbeinstraße, einer Halteverbotszone in Witten. Die Polizei entdeckte das Fahrzeug zunächst wegen Falschparkens, bevor sie den Lärmtest durchführte. Der Besitzer argumentierte, der extreme Klang stamme vom Biturbo-Motor des Wagens, doch die Beamten vermuten eine Software-Manipulation im Motorsteuergerät.

Der Fall fällt in eine Zeit, in der laute Hochleistungsfahrzeuge in Deutschland stark an Bedeutung verlieren. In den vergangenen fünf Jahren ist ihre Verbreitung aufgrund strengerer CO₂-Vorgaben und des Umstiegs auf Elektro- und Hybridfahrzeuge deutlich zurückgegangen. Rein elektrisch betriebene Fahrzeuge (BEVs) machen im frühen Jahr 2026 bereits 22 Prozent der Neuzulassungen aus – ein Anstieg um 26,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hybride stellen mit über 60 Prozent der Neuzulassungen im Januar und Februar 2026 den Großteil und verdrängen damit zunehmend laute Verbrennungsmotoren.

Das Fahrzeug bleibt vorerst beschlagnahmt, während gegen den Besitzer ein Verfahren wegen ungültiger Betriebserlaubnis läuft. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Lärm- und Abgasstandards durchzusetzen. Angesichts der Dominanz von Elektro- und Hybridfahrzeugen bei den Neuzulassungen werden solche Umbauten immer seltener.

Quelle